inStitut für Sondendependenz

 
 

Füttern und Essen… mehr als nur Nahrungsaufnahme


Könnte man nicht vielmehr sagen, dass der Mund der Übergang von der Außenwelt in die Innenwelt ist? Man atmet, schluckt, spricht, riecht, während man gleichzeitig Lippen, Kinn, Nase, Wangen - kurzum, die untere Gesichtshälfte der Welt darbietet. Könnte man nicht ebenso hervorheben, dass folglich der Mund gleichzeitig Atemmund und Milchmund, Lachmund und Kussmund, Wortmund und Liedmund ist.

(Harrus-Revidi, 1998, S. 7)


Essen und Trinken sind menschliche Grundbedürfnisse. Jedoch sind es nicht nur Grundbedürfnisse nach Nahrung und Flüssigkeit, sondern auch nach Erfahrung, die für die Entwicklung eines Menschen Bedeutung haben. Bereits pränatal trinkt der Fötus das Fruchtwasser und macht so seine ersten Geschmackserfahrungen. Die erste Handlung eines Neugeborenen ist das Trinken an der Brust. Die erste Erfahrung die wir dem Neugeborenen zur Verfügung stellen ist das Trinken an der Brust. Das Bedürfnis genährt zu werden und zu nähren stellt die Basis für die Mutter-Kind-Bindung da. Tatsächlich zeigt sich auch neurologisch, dass Neugeborene nach dem Trinken bereiter für die Interaktion mit der Umwelt sind. Das Auftauchen von Gefühlen und das Erkennen der Qualität von Gefühlen ist mit dem frühen Trinken verbunden, denn hier lernt er, dass ein Spannungszustand durch das Saugen sich in einen wohligen Zustand verwandeln kann. Alle diese Erfahrungen haben folglich große Bedeutung für Säuglinge, Kleinkinder und deren Eltern. Daher stellen wir diese Erfahrungen in den Mittelpunkt unserer Therapie bei frühkindlicher Sondendependenz, der Fütter- und Schluckstörung. Wir möchten Ihrem Kind und ihnen diese Erfahrungen ermöglichen, damit ihr Kind und sie bekommen was sie brauchen.


Therapie der Sondendependenz: Seit nunmehr 20 Jahren begleiten wir Säuglinge und Kleinkindern mit Sondendependenz weltweit. Hunderte von Kindern haben ihren Weg zum Essen, Saugen und Trinken zurückgefunden und diesen Pfad nicht mehr verlassen. Unser Verfahren ist das einzige in Deutschland, welches in mehreren Studien seinen Erfolg nachgewiesen hat. Sie möchten eine individuelle Begleitung für Ihr Kind, ohne eine stationäre Aufnahme dann nehmen Sie doch einfach Kontakt auf.


Therapie bei frühkindlicher Traumatisierung: Viele ehemals Früh- und Risikogeborene gehen während ihrer intensivmedizinischen Behandlung durch belastende, schmerzhafte und damit aversive Erfahrungen. Das noch unreife Nervensystem ist oft nicht in der Lage diese Erfahrungen zu verarbeiten und schaltet ab. Diese Tendenz zum Abschalten kann auch nach der Entlassung bestehen bleiben. Wir sprechen hier von einer frühkindlichen Posttraumatischen Stressstörung. Wir haben ein Konzept für die Arbeit mit traumatisierten Säuglingen, die wir als affektive Reaktivierung bezeichnen, entwickelt. Wenn Ihr Säugling oft abwesend ist, seine Bedürfnisse nicht anzeigt (z. B. Hunger), wenig Affekte zeigt, dann nehmen sie doch Kontakt mit uns auf, damit wir ihnen weiterhelfen können.

 





Intensivtherapie:

13.02.-22.2.18

13.03.-22.3.18

Interesse? Dann nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf:

mail@markus-wilken.de


Neue Publikation:

Food Aversion in  Tube Dependent infants!

Wie kommt es zur Sondendependenz?


Workshops:

Basel     11.01.2018

Minden   02.02.2018

Salzburg 13.04.2018

(ausgebucht)





Dr. Markus Wilken

Hopfengartenstr. 25

D-53721 Siegburg

mail@markus-wilken.de