Was ist Sondenabhängigkeit?

Immer häufiger werden Kinder künstlich per Sonde ernährt. Gerade Säuglinge und Kleinkinder sind von einer Abhängigkeit von der Nahrungssonde betroffen. Natürlich gibt es medizinische Erkrankungen, welche eine künstliche Ernährung unabdingbar macht. Doch die meisten Kinder wachsen aus der Indikation heraus und werden aufgrund der anhaltenden Nahrungsverweigerung fortgesetzt.

Folglich definieren wir Sondendependenz als Essstörung, bei der eine Sondenernährung bei ausreichender körperlicher und oralmotorischer Funktion fortgeführt wird. Folgendes konnten wir im Rahmen einer Studie mit über 100 Kindern zeigen:

Unsere Studienergebnisse

1. Nahrungsverweigerung wächst sich nicht aus, sondern tritt bei Säuglingen genauso auf wie bei dreijährigen.

2. Erbrechen ist eine häufige Komplikation bei Sondenernährung. Wir ebenfalls zeigen, dass das Erbrechen nach Therapie der Sondendependenz nicht mehr auftritt.

3. Die Sonde bleibt bei Sondendependenz über Jahre ein ständiger Begleiter, denn den Kreislauf aus Verweigerung und Sondengabe zu unterbrechen klingt leichter als es in der Realität ist.


Checkliste für Eltern

  • Hat Ihr Kind seit mehreren Wochen eine Sonde?
  • Zeigt Ihr Kind keine Anzeichen für Hunger oder Durst?
  • Versuchen Sie, Ihr Kind zu füttern und es zeigt kein Interesse?
  • Ist Ihr Kind angespannt, wenn Sie ihm die Brust, Flasche oder Brei anbieten?
  • Erbricht ihr Kind häufig?

Wir helfen Ihnen gerne

Wenn wir Sie und Ihr Kind bei der Sondenentwöhnung unterstützen dürfen, sind wir gerne für Sie da.


Photo by The Honest Company on Unsplash

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